Erinnerung an Albert Hofmann

1 05 2008

Vor mehr als 25 Jahren habe ich Albert Hoffmann kennengelernt. Er kam öfters zu uns ins elektronische Studio und war stets interessiert an unserer Musik und an den Möglichkeiten der neuen elektronischen  Klänge. Wir gingen auch öfters zu ihm und zu Anita nach Burg. Er  wohnte wunderschön auf dem Hügel mit Aussicht auf das Elsass. Er  liebte die Natur über alles und er war glücklich, an den schönen  Schmetterlingen, die es bei ihnen auf dem Hügel noch gab. Wir hatten  viel über seine Erfindung von LSD gesprochen. Er litt sehr darunter,  dass er nie die Anerkennung gefunden hatte. Ich sagte ihm dann:  vielleicht in 100 Jahren, wenn du nicht mehr hier bist, wirst du  gewürdigt. Erst dann, werden die Menschen vielleicht erkennen und  begreifen, was LSD ist. Und auch keine Angst mehr haben. LSD ist nicht  für jedermann/frau.

Die letzten Jahre die ich noch bei ihm war, da hatte ich das Gefühl, dass er glücklich  und stolz und entspannt über seine Erfindung war.Und jetzt noch ein paar Worte zu Anita, seine Frau. Sie war eine sehr  fortschrittliche und intelligente Frau. Sie war eine unter den ersten  Frauen, die in Luzern ihre Matur gemacht hat. Ich fühlte mich bei  ihnen immer sehr wohl. Sie waren immer überaus gastfreundlich - unser Sohn Sean hatte immer grossen Appetit.

Als wir vor etwa anderthalb Jahren bei ihnen waren, spürte ich, dass es  das letzte Mal war, dass wir uns sehen. Ich hatte einfach das Gefühl und das habe ich heute noch, dass Albert, trotz allem LSD, noch auf der Suche war, nach dem kosmischen Bewusstsein oder, wie er sagte, der Schöpfung.

Ich wünsche Anita und Albert alles liebe auf ihrem Weg.

zu Hause bei Albert Hofmann

 


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